Geschäftsführerhaftung: Neue Falle des BGH
06.03.2017

Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 26.01.2016 – AZ II XR 394/13 – eine neue Falle für Geschäftsführer von insolventen Gesellschaften aufgebaut. Während bisher Geschäftsführer eher nachlässig mit der Aufforderung von Insolvenzverwaltern umgegangen sind, zu den angemeldeten Ansprüchen zur Insolvenztabelle Stellung zu nehmen, sollte dieses Verhalten in der Zukunft nicht mehr an den Tag gelegt werden. Denn der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der unterlassene Widerspruch zu einer angemeldeten Forderung in einem Haftungsprozess gegen den Geschäftsführer zu Lasten desselben ausgelegt werden kann. Zwar erstrecke sich die Rechtskraftwirkung der Feststellung zur Insolvenztabelle nicht auf Dritte wie den Geschäftsführer der Schuldnerin, das Verhalten des Geschäftsführers im Anmeldeverfahren könne jedoch eine indizielle Bedeutung haben. Diese mögliche indizielle Wirkung sei im Rahmen der Tatsachenfeststellung zu würdigen.

Hierzu kontaktieren Sie bitte:

Burkhard Niesert

Rechtsanwalt, Partner

Gesellschaftsrecht und M&A
Restrukturierung und
Insolvenzrecht

Telefon: +49 (0) 211 8 82 92-9
Telefax: +49 (0) 211 8 82 92-6
Mobil: +49 (0) 175 22 28 03 6
niesert@mkrg.com