MKRG - Mütze Korsch Rechtsanwaltsgesellschaft mbH | admin_extern
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Der BGH hat in seiner Entscheidung vom 26.01.2017 (IX ZR 285/14) die Haftung des Steuerberaters für einen fehlerhaften Jahresabschluss verschärft.

 

Der BGH hat entschieden, dass der Steuerberater im Falle einer bilanziellen Überschuldung den Mandanten darauf hinzuweisen habe, dass dieser die Fortführungsfähigkeit der Gesellschaft überprüft. Diese Prüfung müsse er entweder selbst vornehmen oder er müsse darauf hinwirken, dass die Gesellschaft eine explizite Fortführungsprognose erstellt.

 

Allerdings ist der Steuerberater nicht verantwortlich für die Erstellung der Fortführungsprognose oder die Richtigkeit des Ergebnisses. Vielmehr entfällt seine Haftung bereits dann, wenn der Steuerberater vorher die notwendigen Hinweise erteilt. Die Hinweise müssen dabei sowohl die bestehenden Zweifel an der Fortführungsprognose als auch die notwendige Prüfung genau und im Einzelfall aufzeigen.

 

Anders als in früheren Entscheidungen hat der BGH darüber hinaus dem Steuerberater eine Hinweis- und Warnpflicht gegenüber der GmbH hinsichtlich des Vorliegens eines Insolvenzgrundes oder bei entsprechenden ernsthaften Anhaltspunkten auferlegt. Der Steuerberater sei zumindest dann verpflichtet entsprechende Warnhinweise zu erteilen, wenn er davon ausgehen müsse, dass der Gesellschaft die mögliche Insolvenzreife nicht bekannt sei. Die entsprechenden Aufklärungen müssten konkrete Hinweise für den Einzelfall enthalten. Nicht ausreichend sei lediglich ein Verweis auf allgemeine Prüfungspflichten des Geschäftsführers.

 

Die Mütze Korsch Rechtsanwaltsgesellschaft mbH begleitet Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Gesellschaften bei der rechtssicheren Durchschiffung von Haftungsklippen bei Unternehmenskrisen. Hierzu kontaktieren Sie bitte:

 

Niesert Burkhard - Rechtsanwalt
Burkhard Niesert
Rechtsanwalt, Partner

Telefon: +49 (0) 211 8 82 92-9
Telefax: +49 (0) 211 8 82 92-6
niesert@mkrg.com

Die Regierung Modi ist nun drei Jahre im Amt und hat in dieser Zeit sehr viele Reformprojekte zur Verbesserung des indischen Rechtssystems und des regulatorischen Umfeldes gestartet und teilweise bereits umgesetzt. Im Fokus der Rechtspolitik stehen u.a. die Bekämpfung der Korruption, eine Konsolidierung der Rechtsregeln (bisher wurden bereits über 1.000 überflüssige Gesetze aufgehoben) sowie eine Verbesserung des Schiedswesens und der staatlichen Gerichtsbarkeit.

 

Aus Anlass der Jahrestagung der Indo-German Chamber of Commerce in Düsseldorf im Juni 2017 hat Jörg Podehl eine Zusammenfassung der Reformprojekte erarbeitet, die sie hier finden.

 

Ihr Ansprechpartner:

Joerg Podehl - Rechtsanwalt
Dr. Jörg Podehl
Rechtsanwalt, Partner

Telefon: +49 (0) 211 8 82 92-9
Telefax: +49 (0) 211 8 82 92-6
podehl@mkrg.com

 

Leasing in Krise und Insolvenz

Am 20.09.2017 referieren die MKRG-Partner Herr Rechtsanwalt Dr. Stefan Krüger und Herr Dr. Helmut Schnädter im Industrie-Club e.V. Düsseldorf, Elberfelder Straße 6, 40213 Düsseldorf über Leasing in Krise und Insolvenz.

Das Programm lautet wie folgt:

 

Leasing in der Krise des Leasingnehmers:

  • Handlungsoptionen und Besicherung des Leasinggebers
  • Leasing als Sanierungshebel?
  • Haftungsrisiken des Leasinggebers gegenüber Dritten

 

Leasing in der Insolvenz des Leasingnehmers: 

  • Im Eröffnungsverfahren
  • „Schicksal“ des Leasingvertrages und Kündigungsrechte
  • Behandlung der Leasingraten und sonstige Ansprüche

 

Leasing in der Insolvenz des Leasingnehmers:

  • Im eröffneten Verfahren
  • „Schicksal“ des Leasingvertrages
  • Ansprüche des Leasinggebers

 

Steuerrechtliche Besonderheiten in Krise und Insolvenz:

  • Ertragssteuern
  • Umsatzsteuer

 

Insolvenzanfechtung unter besonderer Berücksichtigung der Reform des Anfechtungsrechts

 

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter von Leasinggesellschaften, Banken, Sparkassen und sonstigen Finanzierern, die in ihrer Arbeit mit Leasing befasst sind.

 

Methode

Theoretische Wissensvermittlung durch Vorträge und Präsentation von Praxisbeispielen, ergänzt durch Diskussionen und Erfahrungsaustausch.

Weitere Informationen zu dem Seminar sowie zur Anmeldung finden Sie hier.

 

Ihre Ansprechpartner:

Krueger Stefan - Rechtsanwalt
Dr. Stefan Krüger

Rechtsanwalt, Partner

Telefon: +49 (0) 211 8 82 92-9
Telefax: +49 (0) 211 8 82 92-6
krueger@mkrg.com

Seit 2001 ist er tätig als Rechtsanwalt. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind die Sanierungsberatung, Insolvenz-, Gesellschafts-, Arbeits- und Finanzierungsrecht, insbesondere Factoring und Leasing. Er publiziert und referiert regelmäßig zu diesen Themen.

 

Schnaedter Helmut - Rechtsanwalt
Dr. Helmut Schnädter

Rechtsanwalt, Partner

Telefon: +49 (0) 211 8 82 92-9
Telefax: +49 (0) 211 8 82 92-6
schnaedter@mkrg.com

Seit 1986 ist er tätig als Rechtsanwalt und Steuerberater und befasst sich mit Fragestellungen zu allen Bereichen des nationalen und internationalen Steuer- sowie Gesellschaftsrechts und Finanzierungen wie Leasing und Factoring. Er referiert regelmäßig zu diesen Themen.

Aktuelle insolvenzrechtliche Entwicklung mit Bezug zum Factoring

Am 28. und 29.09.2017 referiert der MKRG-Partner, Herr Rechtsanwalt Dr. Stefan Krüger, gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Heinz Vallender Direktor des Instituts für Internationales und Europäisches Insolvenzrecht, Universität zu Köln, an der Quadriga-Hochschule in Berlin über aktuelle insolvenzrechtliche Entwicklungen mit Bezug zum Factoring.

Das Programm lautet wie folgt:

 

Factoring in der Krise

  • Krise des Anschlusskunden
  • Auswirkungen auf bestehendes Factoring
  • Factoring als Sanierungshebel
  • Haftungsrisiken

 

Factoring im Eröffnungsverfahren

  • Schicksal des Factoringvertrages
  • Zustimmungsvorbehalt/Veräußerungsverbot
  • Einbeziehungsrecht und Offenlegung
  • Gestaltungsmöglichkeiten bei unklarer oder streitiger Forderungsinhaberschaft
  • Absprachen mit dem vorläufigen Verwalter/Fortführungsvereinbarungen

 

Factoring im eröffneten Verfahren

  • „Schicksal“ des Factoringvertrages
  • Einzelne Forderungskaufverträge
  • Handlungsoptionen und weitere Ansprüche des Factors und ihre Durchsetzung
  • Sicherungsrechte/Kollisionsfragen

 

Aufrechnung

 

Insolvenzanfechtung

 

Eröffnungsverfahren

  • Antragsbefugnisse
  • Sicherungsmaßnahmen
  • Verfahrensabschließende Entscheidungen

 

Eröffnetes Verfahren

  • Stellung des Insolvenzverwalters/Sachwalters
  • Die Realisierung von Forderungen im eröffneten Verfahren
  • Gegenseitige Verträge im Insolvenzverfahren

 

Das ESUG in der gerichtlichen Praxis

  • Der vorläufige Gläubigerausschuss
  • Die Eigenverwaltung im Insolvenzverfahren
  • Sanierung durch das Schutzschirmverfahren
  • Das geänderte Insolvenzplanverfahren

 

Aktuelle Gesetzgebung

  • Die reformierte EuInsVO
  • Der Entwurf einer Richtlinie der EU-Kommission zum vorinsolvenzlichen Sanierungsverfahren
  • Konzerninsolvenzrecht vor dem Aus?
  • Das reformierte Anfechtungsrecht

 

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich insbesondere an Mitarbeiter und Berater von Factoringinstituten, die ihr Wissen zu insolvenzrechtlicher Rechtsprechung und Gesetzgebung auf einen aktuellen Stand bringen möchten

 

Methode

Theoretische Wissensvermittlung durch Vorträge und Präsentation von Praxisbeispielen, ergänzt durch Diskussionen und Erfahrungsaustausch

 

Lernziel

Das Seminar möchte den Teilnehmern nicht nur einen Einstieg in die für viele fremde Materie des Insolvenzrechts und die Verfahrensabläufe im Insolvenzverfahren geben, sondern auch die Besonderheiten des Factoring in Krise und Insolvenz des Factoringkunden an Hand von höchstrichterlichen Entscheidungen sowie gesetzlichen Neuerungen der letzten Jahre aufzeigen.

 

Herr Dr. Stefan Krüger ist Rechtsanwalt und Partner bei der Mütze Korsch Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Düsseldorf und beratend sowie forensisch tätig. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind Sanierungsberatung und das Insolvenz-, Gesellschafts-, Arbeits- und Finanzierungsrecht, insbesondere Factoring und Leasing. Er ist durch Publikationen und Vorträge in diesen Bereichen ausgewiesen.

 

Ihr Ansprechpartner:

Krueger Stefan - Rechtsanwalt
Dr. Stefan Krüger

Rechtsanwalt, Partner

Telefon: +49 (0) 211 8 82 92-9
Telefax: +49 (0) 211 8 82 92-6
krueger@mkrg.com

 

Drittes MKRG-Immobilien-Frühstück

MKRG hat die Anfang 2017 begonnene Veranstaltungsreihe des MKRG-Immobilien-Frühstücks am 18. Juli 2017 erfolgreich in die dritte Runde gebracht. Der Fokus dieser Runde am gemeinsamen Frühstückstisch, deren Format sich bewusst von klassischen Vortragsinszenierungen abhebt, liegt auf einem offenen Gedankenaustausch zwischen Entscheidern in der Immobilienwirtschaft und ihren Beratern. Thema waren diesmal die Chancen und Risiken im Rahmen von Bieterverfahren – angesichts der derzeitigen Marktsituation ein höchst aktuelles Thema.

Als Keynote Speaker und Impulsgeber erläuterte der Geschäftsführer von Jones Lang LaSalle Deutschland, Marcel Abel, den idealtypischen Ablauf eines Bieterverfahrens. Hierbei stellte er insbesondere dar, wie ein Verkäufer von einem Bieterverfahren profitieren kann, indem durch den Bieterwettbewerb der „richtige“ – aus Verkäufersicht regelmäßig der höchstmögliche – Kaufpreis ermittelt wird. Gleichzeitig wurden aber auch Risiken aufgezeigt, u.a. dass eine Immobilie bei einem erfolglosen Bieterverfahren für lange Zeit am Markt als verbrannt gelten kann.

Die anschließende Diskussion zeigte, dass im derzeitigen Verkäufermarkt Top-Assets überwiegend im Wege von strukturierten Bieterverfahren angeboten werden. Ebenso wurde aber auch deutlich, dass zahlreiche Investoren von Bieterverfahren abgeschreckt werden. Sie scheuen die Bindung wertvoller Ressourcen, wenn die Chance auf den Zuschlag als zu gering empfunden wird. Hinzu kommt, dass einige Anleger aufgrund der niedrigen bzw. negativen Kapitalmarktzinsen unter Investitionsdruck stehen und bereit sind, hohe Preise zu bezahlen oder im Due Diligence Stadium erkannte Risiken nicht mehr preiswirksam werden zu lassen.

Im Rahmen der angeregten Diskussion bestand Einigkeit darüber, dass die Verkäufer im derzeitigen Marktumfeld meist nicht bereit sind, den Prüfungsprozess der Bieter durch eine vorgeschaltete Vendors Due Diligence zu verschlanken. Investoren, die 1A-Immobilien erwerben möchten, konzentrieren sich damit auf die Angebote im Markt, an denen sie besonderes Interesse haben und bei denen sie realistischer Weise wettbewerbsfähig mitbieten können. Wenn der Käufer durch diese Strategie in die Endrunde des Bieterverfahrens kommt und er ab Beginn der Due Diligence Phase zumindest Co-Exklusivität mit nur noch einem weiteren Mitbieter erhält, ist der Verkäufer nach Einschätzung von Herrn Abel oftmals auch bereit, dem final unterlegenen Bieter einen Teil der vergeblichen Due Diligence Aufwendungen zu erstatten. Das natürlich immer noch erhöhte Risiko, im Bieterverfahren Kosten aufzuwenden, ohne letztendlich die gewünschte Immobilie zu erhalten, kann dann in einem angemessenen Verhältnis zu den Chancen stehen, die sich für den Investor im Erfolgsfall durch den Erwerb der Immobilie ergeben.

Unsere Partnerin Angela Erwin hat am vergangenen Sonntag mit 37,5 % der Erststimmen den Wahlkreis Erwin Angela - RechtsanwaeltinDüsseldorf III gewonnen und zieht damit als direkt gewählte Abgeordnete in den nächsten Landtag ein. Wir gratulieren unserer Partnerin von ganzem Herzen und wünschen viel Erfolg bei der verantwortungsvollen Aufgabe für unser Land Nordrhein-Westfalen.

Zweites MKRG-Immobilien-Frühstück

MKRG hat die am 28. März 2017 begonnene neue Veranstaltungsreihe des MKRG-Immobilien-Frühstücks, dessen Format sich bewusst von klassischen Vortragsinszenierungen abhebt, am 9. Mai 2017 erfolgreich fortgesetzt.

Der Fokus dieser Runde am gemeinsamen Frühstückstisch liegt nicht auf einem Fachvortrag, sondern auf dem offenen Gedankenaustausch über tagesaktuelle Herausforderungen. Ziel ist es, MKRG weiter als interdisziplinäres Beratungshaus für Immobilien, Finanzierung und Transaktionen zu profilieren.

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Als Keynote Speaker und Impulsgeber unterrichtete aus aktuellem Anlass MKRG-Partner Dr. Matthias Orlowski über die ab dem 1. Januar 2018 verbindlichen gesetzlichen Regelungen für Architekten-, Bau- und Bauträgerverträge. Dr. Matthias Orlowski, der auch als Leiter des Arbeitskreises Bauvertragsrecht Nordrhein-Westfalen bei der Deutschen Gesellschaft für Baurecht in Düsseldorf aktiv mit dieser Thematik befasst ist, zeigte den Verantwortlichen aus Immobilien- und Bauunternehmen wie auch Architekturbüros auf, mit welchen Neuerungen sie sich im Rahmen der Projektkonzeption und -abwicklung ab dem kommenden Jahr auseinanderzusetzen haben. In der anschließenden Diskussion zeigte sich zum einen, dass Bau- und Architektenverträge in Folge der Änderungen nicht komplett neu geschrieben werden müssen, jedoch Anpassungen insbesondere im Hinblick auf die Behandlung von geänderten und zusätzlichen Leistungen und deren Vergütung überdacht und angepasst werden müssen. Ebenso sind Verträge mit Verbraucherbeteiligung im Hinblick auf die neu geschaffenen gesetzlichen Vorgaben anzupassen. Im Rahmen der angeregten Diskussion wurde ebenfalls deutlich, dass die gesetzgeberischen Ansätze wie auch deren konkrete Umsetzung bei einer näheren Befassung eine Vielzahl von Unklarheiten und offenen Fragen hinterlassen, welche im Rahmen der Vertragsgestaltung berücksichtigt werden müssen. Allerdings wird sich erst aus den konkreten Erfahrungen wie auch den erst in den 2020ern zu erwartenden ober- und höchstrichterlichen Entscheidungen zu den neuen gesetzlichen Vorgaben voraussichtlich mehr Klarheit ergeben. Es liegt somit eine interessante und spannende Zeit vor allen Akteuren.

Die Düsseldorfer Mütze Korsch Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (MKRG) hat mit Dr. Sven Jansen (40) einen Salary-Partner für ihre Immobilien- und Transaktionspraxis gewonnen. Jansen kam zum 1. Mai 2017 von Hogan Lovells in Düsseldorf.

svenjansenJansen war seit 2007 Teil des Düsseldorfer Immobilienteams von Hogan Lovells um den Partner Roland Bomhard, zuletzt seit 2014 als Counsel. Er berät schwerpunktmäßig Immobilientransaktionen, Projektentwicklungen sowie alle Bereiche des Legal Asset Managements. Im Rahmen von Share-Deal-Transaktionen hat er bereits mit dem im Oktober 2016 aus dem Hamburger Hogan Lovells-Büro zu MKRG gewechselten Corporate-Partner Dr. Maximilian Findeisen zusammengearbeitet.

MKRG baut mit dem neuen Salary-Partner ihre Expertise im Hinblick auf Immobilientransaktionen signifikant aus. Immobilienpartner Dr. Dirk Oldigs erklärte hierzu: „Mit Sven Jansen, Peter Otto und Maximilian Findeisen präsentieren wir unseren Mandanten zukünftig ein in jeder Hinsicht und für jede Art von Immobilientransaktionen kompetentes und erfahrenes Team. Dies ist ein großer Schritt für die mit dem Hinzukommen von Maximilian Findeisen begonnene engere Verzahnung der Teams im Immobilien- und Gesellschaftsrecht.“

Der Zugang von Jansen setzt eine Entwicklung der letzten zwei Jahren fort, bei der MKRG beginnend mit der Kartellrechtlerin Dr. Kerstin Pallinger über den Corporate- und Real-Estate-Partner Dr. Maximilian Findeisen bis hin zum IP-Rechtler Dr. Philip Wehler aufstrebende und engagierte junge Kollegen aus internationalen Top-Kanzleien als Partner gewinnen konnte.

Am 20. Juni 2017 referieren der MKRG-Partner, Herr Rechtsanwalt Dr. Stefan Krüger, und der Leiter Legal Services & Compliance der Coface, Niederlassung in Deutschland, Herr Rechtsanwalt Jan Völker, im Holiday Inn Munich-City Centre, Hochstraße 3, 81669 München, zu dem Thema „Lieferantenrechte in der Insolvenz des Geschäftspartners“.

 

Im Einzelnen sind Seminarinhalte:

  • Überblick über Lieferantenrechte
    • Lieferantenforderungen
    • Absicherungsmöglichkeiten für Lieferanten
    • Sicherungsrechte, insbesondere Eigentumsvorbehaltsrechte (einfacher, verlängerter und erweiterter Eigentumsvorbehalt) und sonstige Sicherheiten,
    • Kreditversicherung,
    • Factoring und Zentralregulierung.

     

  • Lieferantenrechte in der Krise
    • Krise des Kunden (Arten und Merkmale der Krise), Krisenfrüherkennung, Krisenbewältigung, Sanierungsgutachten,
    • Handlungsoptionen für Lieferanten, insbesondere Besicherung (namentlich EV-Vereinbarungen), Verzichte, Konditionenänderungen und Ratenzahlungsvereinbarungen sowie Kündigung,
    • Auswirkungen auf die Kreditversicherung

     

  • Lieferantenrechte in der Insolvenz
      • Insolvenzgründe und Verfahrensgang im Allgemeinen, Insolvenzantrag und –gründe, Ablauf eines Insolvenzverfahrens,
      • Lieferantenrechte im Eröffnungsverfahren und im eröffneten Verfahren (Regelverfahren, Eigenverwaltung, „Schutzschirm“)
        • Umgang mit Altforderungen,
        • „Schicksal“ von Altverträgen,
        • Durchsetzung von Lieferantenrechten, Handlungsoptionen (insbesondere Verarbeitungs- und Verfügungsverbote, Widerruf der Einziehungsermächtigung, Verwertungsvereinbarungen); Kollision mit weiteren Sicherungsrechten (insbesondere Sicherungsabtretung, Sicherungsübereignung, Factoring, Vermieterpfandrecht; Besonderheiten bei Zentralregulierung), Besonderheiten beim Lieferantenpool,
        • Weiterbelieferung/Begründung von Neuforderungen, Fortführungsvereinbarungen, Vorkasse und Absicherungsmöglichkeiten,
      • Mitwirkungsmöglichkeiten im Insolvenzverfahren (insbesondere im Hinblick auf „Auswahl“ des vorläufigen Insolvenzverwalters/Sachwalters, (vorläufiger) Gläubigerausschuss, Gläubigerversammlung),
      • Auswirkungen auf die Kreditversicherung.

     

  • Aufrechnungsmöglichkeiten und Insolvenzanfechtung
    • Aufrechnung in der Insolvenz, Rechtsgrundlagen und Fallgruppen, Aufrechnungsverzichte,
    • Insolvenzanfechtungen unter besonderer Berücksichtigung der Reform des Insolvenzanfechtungsrechts
    • Überblick,
    • Vorsatzanfechtungen und Begrenzung durch die Reform des Insolvenzanfechtungsrechts,
    • Ausweitung des Bargeschäftsprivilegs/bargeschäftsähnliche Lage,
    • Besonderheiten bei Ratenzahlungsvereinbarungen,
    • Besonderheiten bei Zwangsvollstreckungen und „Druckzahlungen“,
    • Auswirkungen von Insolvenzanfechtungen auf den Lieferantenpool,
    • Anfechtungsversicherung.

 

Das Seminar richtet sich an Unternehmensjuristen, Geschäftsführer, Fach- und Führungskräfte aus Recht, Vertrag und Einkauf, Forderungsmanagement; Gläubiger- und Sanierungsberater, Kreditversicherer, Mitarbeiter aus Banken, insbesondere aus den Bereichen Recht, Kredit, Abwicklung und Sanierung.

 

Weitere Informationen zu dem Seminar sowie zur Anmeldung finden Sie hier.

 

Ansprechpartner:

Krueger Stefan - Rechtsanwalt
Dr. Stefan Krüger

Rechtsanwalt, Partner

Telefon: +49 (0) 211 8 82 92-9
Telefax: +49 (0) 211 8 82 92-6
krueger@mkrg.com

 

Wir hatten den Gesetzentwurf zur Reform des Bauvertragsrechts und zur Änderung der kaufrechtlichen Mängelhaftung bereits in unseren MKRG News vorgestellt. Der Deutsche Bundestag hat nunmehr am 9. März 2017 nach zweiter und dritter Beratung trotz aller Kritik diese Reform mit nur wenigen Änderungen verabschiedet. Das Gesetz wird noch dem Bundesrat zugeleitet und soll für alle ab dem 1. Januar 2018 geschlossenen Verträge gelten.

Die Änderungen des Bauvertragsrechts betreffen insbesondere:

  • einseitiges Anordnungsrecht des Auftraggebers
  • Neuregelung der Fälligkeit des Werklohns
  • Neuregelung der Voraussetzungen für Abschlagszahlungen
  • Neuregelung der fingierten Abnahme
  • Zustandsfeststellung bei Verweigerung der Abnahme
  • Kündigung aus wichtigem Grund
  • Schriftform der Kündigung
  • unabdingbare Sonderregelungen für Verbraucherbauverträge
  • Teilabnahme des Architekten-/Ingenieurwerkes in der Leistungsphase 8
  • gesamtschuldnerische Haftung des Planers mit dem Bauunternehmer
  • gesetzliche Definitionen des Bau-, Architekten-/Ingenieur- sowie Bauträgervertrages

Damit einher gehen auch prozessuale Änderungen:

  • einstweilige Verfügung über das Anordnungsrecht des Auftraggebers mit ausschließlicher Zuständigkeit der Landgerichte in 1. Instanz
  • Einrichtung spezialisierter Baukammern bei allen Landgerichten
  • Einrichtung spezialisierter Bausenate bei allen Oberlandesgerichten

Allen am Bau Beteiligten ist es vor dem Hintergrund der vorstehend skizzierten Gesetzesänderungen dringend zu empfehlen, bis Ende des Jahres die eigenen Vertragsmuster, Korrespondenzschreiben und Vertragsbedingungen an die neue Rechtslage anzupassen und ihre Mitarbeiter zu schulen. Soweit der Gesetzgeber neue Leitbilder schafft, besteht das Risiko, dass bisher gültige Vertragsbedingungen unwirksam werden.

Um Ihnen den Einstieg in die Änderungen des Werkvertragsrechts zu erleichtern, möchten wir auf unsere Veranstaltung

MKRG-Aktuell

„Gesetz zur Reform des Werkvertragsrechts – neue Chancen, neue Risiken?“

am 16. Mai 2017, 8:45 Uhr

hinweisen, zu der wir Sie gerne begrüßen. Bitte senden Sie Ihre Anmeldung bis zum 5. Mai 2017 an orlowski@mkrg.com oder per Telefax an 0211 / 88 29 26. Den Anmeldeflyer erhalten Sie hier.

Weitergehende Informationen:

Ihre Ansprechpartner:

Orlowski Matthias - Rechtsanwalt
Dr. Matthias Orlowski
Rechtsanwalt, Partner

Telefon: +49 (0) 211 8 82 92-9
Telefax: +49 (0) 211 8 82 92-6
orlowski@mkrg.com